Ausstellung "Rohstoffe für eine gerechte Welt ?!
Rohstoff - der Stoff, der Heil und Unheil bringt!
Die Ausstellung "Rohstoffgerechtigkeit" hat in unserer Basisgruppe, Gemeinde und in unserem Umfeld erfreulich viel Resonanz gefunden und ist auch im Nachhinein noch in vieler Munde.
Sie hat unseren persönlichen Nerv getroffen. So haben die Aussagen der Referenten und der Ausstellung über den menschenverachtenden Abbau und die fehlgeleiteten Einnahmequellen beim Rohstoffabbau dazu beigetragen, über eigenes Verhalten nachzudenken. Der Abend mit dem Friedensarbeiter von pax christi zum Thema "Rohstoff Textil" verschlug so manchem die Sprache und brachte den Entschluß, eigenes Konsumverhalten zu verändern.
Da wir seit Jahren einen Eine-Welt-Laden mit fair gehandelten Waren betreiben, haben wir das Thema "Kakao" näher beleuchtet und die konkrete Vernetzung zu unseren fair gehändelten Kakao-und Schokoladeartiklen hergestellt. Die Aussstellung war eine ideale Ergänzung zu dem fair-träde-Gedanken, der uns sehr präsent ist.
pax christi Basisgruppe Eschborn
Augen, die nichts sehen,
führen zu Herzen, die nichts empfinden
Das Umfeld unserer Basisgruppe ist in Eschborn und unsere Pfarrgemeinde Christkönig. All unsere 24 Mitglieder sind in irgendeiner Form in der Gemeinde tätig, 9 von ihnen arbeiten aktiv und gestaltend in der Basisgruppe, die anderen sind passive Mitglieder, aber interessiert und unterstützend.
Wir versuchen, gesellschaftspolitische Themen und Atkionen in die Gemeinde hineinzutragen und mit auf den Weg zu nehmen.
Einige Beispiele:
Wir gestalten jedes Jahr die Friedenswoche intensiv mit mehreren Veranstaltungen, Referenten und Ausstellungen (z.B. zu Kleinwaffen, Rechtsextremismus, Weltreligionen-Weltethos, Geschwister Scholl-Ausstellung....). Dazu gehört immer auch die Gestaltung des sonntäglichen Gemeindegottesdienstes. Seit Jahren bieten wir einmal im Monat ein Friedensgebet für die Gemeinde an.
Schwerpunkte unserer Arbeit sind je nach Aktualität: Integration von
Ausländern, Asyl- und Flüchtlingsfragen (Hessen größtes Erstaufnahmelager war zwei Jahrzehnte in Eschborn), Armut, Ausbeutung, Ungerechtigkeit in der Nähe und in der Welt, Globalisierung, Entschuldung...
Unterschriftenaktionen zu Themen, die z. B. auch pax christi anregt, werden innerhalb der Gemeinde sehr intensiv angenommen. Desgleichen schliessen wir uns jeden Monat mit 70-100 Unterschriften der ai-Unterschriftenaktion für einen gewaltlosen Gefangenen an.
Unser Bemühen, Not und Ungerechtigkeit um uns wahrzunehmen, hat unseren Blick geschärft und über unsere Grenzen in die die sog. Dritte Welt gelenkt.
Die Christkönigsgemeinde hat seit 1986 eine Partnerschaft mit
"Madre de los Pobres" in San Salvador, El Salvador. Diese Partnerschaft
tragen die pax christ-Mitglieder federführend mit. So waren neun von
ihnen schon in El Salvador, manche öfters.
Diese Verbindung vertieft unseren Blickwinkel und lenkt ihn auf die Unrechtsstrukturen in der Welt. Viel Motivation für unsere Arbeit verdanken wir den Freunden in El Salvador, die trotz erschütternder Verhältnisse
ihren Weg zu mehr Gerechtigkeit und in wachsender Mündigkeit zu gehen versuchen.
Wir sind in unserem Umfeld Eschborn und in der Gemeinde ein wichtiges Element, um politische Anregungen zu geben, zu hinterfragen, Menschen mit auf den Weg zu nehmen, sich eine eigene Meinung zu bilden, sich auseinander zu setzen und wacher und verantwortungsvoller zu werden.









