Abschlussveranstaltung der Ausstellung am 2. September 2006

Es war schon tief in der Nacht,als die letzten Tänzerinnen und Tänzer sich zu den Klängen der Band »Salsa Morgana« bewegten und andere erschöpft– aber gutgelaunt– bei Wasser, Bier und Wein den Tag vorüberziehen ließen. Es gab viel Lob von allen Seiten für die Organisatoren der Ausstellungstournee und für den gelungenen Abschluss am 2.September in St. Gallus in Frankfurt – ganz besonders auch vom Vorstand des Forum Ziviler Friedensdienst, der fastvollständig anwesend war und dies alles als große Unterstützung für den Ausbau des Zivilen Friedensdienstes wertete.

 

Schon ab 10.00 Uhr morgens hatten zahlreiche ehrenamtliche HelferInnen – hauptsächlich aus den Reihen von pax christi Limburg und der Gemeinde St. Gallus alles für die verschiedenen Veranstaltungen des Tages aufgebaut. Der Nachmittag brachte das erste Highlight: Aus allen elf Präsentationsorten der Ausstellungstournee waren VertreterInnen nach Frankfurt gekommen, die in ihrer Stadt gemeinsam mit anderen die Ausstellung präsentierthatten. Rückblick und Dank aber auch Überlegungen, wie die Themen »Zivile Konfliktbearbeitung« und »Ziviler Friedensdienst« vor Ort noch besser verankert werden könnten, standen im Mittelpunktdes Nachmittags. Erste Ergebnisse: Die »Steuerungs- gruppe« der Rhein-Main-Tour mit den beiden pax christi-Bistumsstellen Limburg und Mainz, dem Zentrum ökumene der EKHN und der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz wird in anderer Form weitergeführt werden und Angebote und Informationen für die lokalen Gruppen bereitstellen.


An einigen Orten wird überlegt, Friedensläufe mit Unterstützung des forumZFD durchzuführen und im nächsten Frühjahr sollen unter Koordination von EKHN-Friedenspfarrerin Mechthild Gunkel (Frankfurt) Rundreisen von Friedensfachkräften durch Schulen und Gemeinden angeboten werden.
Nach der Austausch- und Planungsrunde der Aktiven stand eine prominentbesetzte Podiumsveranstaltung auf dem Plan. Der Saal in St. Gallus  war mit über 180 BesucherInnen »gerammeltvoll«. Zum politisch sicher wichtigsten Punktwurde die Aussage der Bundesministerin Heidemarie Wiezcorek-Zeul, alles versuchen zu wollen, um bis zum Ende dieser Legislaturperiode die Zahl der gleichzeitig im Einsatz befindlichen und finanzierten Friedensfachkräfte von derzeit 130 auf 500 zu erhöhen.
Darüberhinaus wurde von allen DiskussionsteilnehmerInnen betont, dass der Zivile Friedensdienstmittlerweile ein anerkanntes Instrument bei der Konfliktprävention und -nachsorge ist. Dass die Bedeutung des ZFD auch von den Vertretern der Entwicklungsorganisationen wie dem DED oder auch von dem ehemaligen Misereorgeschäftsführer und Trierer Weihbischof Leo Schwarz so gesehen wird, ist ein aüßerst positives Zeichen. Wurde der ZFD dort doch noch bis vor wenigen Jahren eher skeptisch betrachtet.


So war dieser 2.September ein toller Abschluss einer beeindruckenden Ausstellungstournee, in die die pax christi-Bistumsstelle in den letzten drei
Jahren viel Zeitund Kraft investiert hat. Es gelang uns in dieser Zeit nicht nur, viele Menschen für die Zivile Konfliktbearbeitung zu interessieren – und einige auch zu begeistern. Vielmehr ist es auch gelungen, das politische Handeln der Bundesregierung ein wenig zu beeinflussen. Das ist mehr, als wir erwarten konnten. Zum Schluss bleibt ein großer Dank an die vielen ehrenamtlichen MitstreiterInnen vor allem auch bei pax christi Limburg und natürlich auch an unseren Friedensarbeiter Daniel Steiger, ohne den das ganze Projekt nicht hätte realisiertwerden können.

 

Weitere Infos:www.gewalt-loest-keine-konflikte.de

Die Rhein-Main-Tour

Die Präsentation der Ausstellung "Alternativen zur Gewalt – Frieden braucht Fachleute" ist das absolut größte Projekt, das die pax christi-Bistumsstelle Limburg zur Zeit verantwortet.

In zwölf hessischen und rheinland-pfälzischen Städten werden nicht nur die Tafeln rund um das Thema Gewaltfreie Konfliktbearbeitung gezeigt - es entstehen überall Trägerkreise aus kirchlichen Institutionen, Friedensorganisationen, Gewerkschaften, Parteien etc., die zusätzlich zahlreiche Begleitveranstaltungen, Schulführungen und die Öffentlichkeitsarbeit auf die Beine zu stellen.

So gelingt es, viele neue Kooperationen einzugehen, tausende SchülerInnen und BesucherInnen zu erreichen, das Thema in der Presse zu platzieren und Prominenz aus Kirche und Politik für die gemeinsame Sache zu gewinnen.


 


Gewalt löst keine Konflikte

Unter diesem Motto arbeiten die Gruppen, die gemeinsam die Tour der Ausstellung "Frieden braucht Fachleute" durch das Rhein-Main-Gebiet organisiert haben, weiter zusammen.

Unter gewalt-löst-keine-konflikte.de finden Sie die gemeinsame Website.




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