Wallfahrten - Ostermarsch - Nelkenrevolution
Die Geschichte der Bistumsstelle Limburg in Stichworten und Jahreszahlen.
1950
Aus der Wallfahrtsbewegung wurde eine politische Versöhnung.
Tendenzen der Wiederbewaffnung und der Widerstand dagegen.
„Scharkreis“ um Günther Schmitz („Gitz“) Josef Vollenbröker als „Reichskaplan“.
„Nicht soviel Romantik – politisch müsst ihr sein!“ Die "Scharfreunde" waren eine Fortsetzung der „Sturmschar“.
1953
Helmut Schießer hörte erstmalig von Pax Christi bei einem Treffen von Frankfurter Scharfreunden, die sich bewusst mit gleichaltrigen ehemaligen französischen Soldaten getroffen haben. Treffen gab es in Köln, Koblenz und Frankfurt. Schießer suchte Kontakt zu Pax Christi.
Elisabeth Exner, erste Pax Christi-Vorsitzende, war sehr engagiert in der deutsch-französischen Verständigung.
1956
Acht Wochen Aufenthalt bei den kleinen Brüdern in Frankreich. Frau Exner lud Helmut Schießer ein zu berichten.
In diesem Jahr schied die Frankfurter Schargruppe aus.
Die Bistumsstelle hatte bei Frau Exner zwei Schwerpunkte: Die Deutsch-Französische Aussöhnung und die Solidarität mit Polen und der DDR. Ein Teil der Mitglieder waren Heimatvertriebene und betrachteten es als wichtige Friedensarbeit Pakete nach PL und DDR zu schicken.
1960
Internationale Route in Spanien auf den Montserrat.
1961
Internationale Route in den Niederlanden.
1966
Der Königsteiner Arbeitskreis veranstaltet mit holländischen Freunden in Gemen ein Seminar über Gewaltfreiheit mit Hildegard Goss-Mayr.
1967
Auschwitz- und KZ-Prozesse in Frankfurt. Die Mitglieder des Arbeitskreises Königstein betreuen die geladenen aber nicht willkommenen jüdischen und polnischen Zeugen. Vorher setzte man sich intensiv mit dem Begriff Euthanasie auseinander und dem was dahintersteckte. Man beschäftigte sich mit dem „3.Reich“.
1968
Studentenunruhen und Ostermärsche.
Speyerer Kongress: „Den Frieden planen“. Ein Studienkongress für die Friedensforschung. Die „Naiven“ der Friedensbewegung lernen Militär- und Politikwissenschaft und mischen sich in die offene Debatte ein. Es wurde eine Weichenstellung zu einem Expertentum das sich einmischt.
1969
Der Krefelder Delegiertenversammlung mit einem grundlegenden Referat von Walter Dirks: „Politik in Pax Christi?“
Der Königsteiner Arbeitskreis ist faktisch die erste Basisgruppe. Die Gruppe betrieb ihre monatliche politische Bildungsarbeit folgendermassen. Man erstellte gemeinsam einen Themenplan mit den Punkten, die interessierten. EineR der Mitglieder bereitete sich dann vor und hielt in der Gruppe einen kleinen Vortrag.
Wohnzimmermesse in Ruppertshain, die der Stein des Anstosses wurde für eine innerkirchliche Denunziation. In der damaligen vorkonziliaren Situation war das nicht erlaubt.
1969
Internationale Route nach Frankreich /Annecy. „Europa für sich selbst – oder für andere?“
1970
Diskussionsbeitrag zur Basisarbeit von Pax Christi. Von Lothar Kupp.
Er war damals derjenige, der sein Augenmerk auf die Demokratie von unten, wie wir sie verstanden haben, gerichtet hat. Er untermauerte und vertiefte sie auch theoretisch.
5.12.1970
Die Phillipp-Holzmann-Affäre. Am Tage des ausländischen Mitbürgers versucht W. Adlhoch ein Ausländerlager in Frankfurt zu besuchen. „ Holzmann AG verwehrt Geistlichen den Zutritt. Unhaltbare Zustände im Arbeiterlager der Weltfirma. Monsignore Adlhoch: man wird noch von uns hören. „
1971
Bistumsversammlung 7.3.71 verabschiedet Walther Adlhoch und wählt seinen ehemaligen Kaplan Josef Schmidt, Hadamar, zum neuen geistlichen Beirat.
Gruppengründung von Walther Adlhoch und C.C. Baer in Frankfurt.
1972
Erster Zivildienstleistender (Ferdi Löhr) der Bistumsstelle in Hadamar.
Es folgen:
Eppstein, Haus Blanke als Anlaufstelle und unser spezielles Castell Gandolfo.
Die Portugal-Resolution.
Die Strukturreform der Bistumsstelle 1976. Leitungsteam mit Sitz und Stimmen für Basisgruppen.
1977 bis 1983 bestimmte der Bistumsstelle die Pax Christi-Arbeit bundesweit entscheiden mit.
Die Referentenliste der Bistumsstelle vom März 1983.
